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Katalonien: Castell Monestir d’Escornalbou im Gebirge Serres de Pradell-l’Argentera

Ich hatte es ja schon angekündigt, zwei Artikel zu unserem Katolonien-/Cambrils-Urlaub wird es noch geben, dies ist der erste davon.

Wir hatten vor, uns einen kleinen Stausee an der Ortschaft Riudecanyes anzusehen. Der stellte sich aber als so unspektakulär heraus, dass wir es vorzogen, weiter den gut ausgebauten Straßen in die Berge zu folgen, die zu einem Kloster führen sollten. Höhenangst packte uns abwechselnd, erst mich auf den kurvigen Straßen am Abgrund, Sal später auf dem Weg zum Mini-Gebäude Santa Barbara ganz oben auf der Bergspitze.

Auf dem Parkplatz unterhalb der Gebäude hat man schon einen großartigen Ausblick auf die Umgebung.

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Und im Hintergrund das Meer:

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Und hier geht es zum Monestir d’Escornalbou hinauf. König Alfons schenkte dieses Grundstück im 12. Jahrhundert der Kirche von Tarragona. Die Augustiner errichteten eine Kirche und eine Festung. Im 16. Jahrhundert erhielten die Franziskaner diesen schönen Ort. Eduard Toda i Güell, ein Diplomat und Freund Gaudís, kaufte das Anwesen im Jahr 1920 und baute es zur Sommerresidenz um. Das Kloster und einige Teile der Kirche sowie die Kapelle Santa Barbara sind noch aus dem Mittelalter erhalten.

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Auch aus dem Hof der Klosteranlage hat man wieder einen fantastischen Ausblick:

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Cambrils – Teil 2 – Altstadt und Umgebung

Verkehrstechnisch gibt es in Cambrils zwei klitzekleine Problempunkte. Das erste ist die Bahnlinie, die etwa 500 Meter vom Meer entfernt parallel zur Küste entlang führt und es dem Autofahrer, aber manchmal auch dem Fußgänger, schwer macht, dahin zu gelangen, wo er hin möchte. Das zweite ist die Nationalstraße Avenida del Baix Camp, die man als Fußgänger aber problemlos überqueren kann, weil es einfach alle paar Meter einen Zebrastreifen gibt und 90 % der Katalanen halten, wenn sich ein Fußgänger dort nähert. Nördlich dieser Straße beginnt die Altstadt Cambrils, auf die nur wenige Verkehrsschilder “Nucli antic” hinweisen und wer versteht das schon? Es ist ein bisschen, als wollten die Cambriler gar keine Touristenmassen in diesen traumhaften engen Gassen haben.

Hier seht Ihr die örtliche Kooperative, die Produkte der Landwirtschaft verkauft.

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Dachterrassen und katalanische Flaggen – kein seltener Anblick.

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Ein großer Platz entlang des Passeig de Sant Joan Baptista La Salle – hier gibt es auch einen Wochenmarkt.

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Am nördlichen Ende des Platzes liegt die Musikschule, deren Innenhof Ihr hier seht:

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Links führen mehrere Gassen und Straßen in die Altstadt.

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Cambrils – Teil 1 – Südliche Stadtteile und Sehenswürdigkeiten

 

Wie ich an anderer Stelle schon schrieb: Cambrils ist der Ferienort für Menschen, die es nicht ganz so kommerziell-touristisch mögen. Ja, auch hier wimmelt es von Hotels und Apartmenthäusern, Cafés, Restaurants und Kitsch-Andenken-Läden. Aber weniger als woanders und vor allem hat man hier nicht solch riesige Bausünden begangen, so dass man sich in dem berühmten Loriot-Sketch mit der Hochhaussiedlung wähnt.

Stattdessen gibt es so hübsche Dinge wie die Sirenas – Meerjungfrauen, deren Metallhaare im Wind wehen. Sie stehen direkt am Yachthafen.

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Ungefähr gegenüber befindet sich das Wahrzeichen des Städtchens, der Turm, der einmal der Piratenabwehr diente.

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Hinter der Hafenpromenade könnt Ihr in kleinen Straßen bummeln gehen, es gibt alle Arten von Geschäften, Banken mit Bankautomaten, Cafés und alles ist seit Ende Oktober mit Weihnachtsbeleuchtung geschmückt. Sehr groß ist übrigens auch Halloween; unsere Hotellobby und etliche Geschäfte waren geschmückt und am Tag selbst haben wir viele Verkleidete gesehen.

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Ebenfalls am Wasser, weiter westlich, liegt der kleine und sehr hübsche Parc del Pescador (Park des Fischers) mit vielen verschiedenen Bäumen, einem Café, freiem Wifi, etlichen Spielplatzelementen, …

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… einem großen Springbrunnen (seht Ihr dahinter das Meer glitzern?) …

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… und vielen Vögeln, darunter diesen hübschen Papageien (oder Sittichen), die in der ganzen Region verbreitet sind.

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Auf unserem Spaziergang weiter am Meer entlang gingen wir über eine kleine Fußgängerbrücke, auf deren Rand sich Eidechsen sonnten.

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Und in ein Wäldchen mit Pappeln und vielen anderen Bäumen hinein.

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Am Ende der Parkanlage stößt man auf römische Ausgrabungen.

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Zeit, wieder zurück zu gehen und in einem der Pavillons am Hafen ein Getränk oder einen Snack zu sich zu nehmen. 😉 Oder einen Kaffee. Oft bekommt man eine spezielle Variante, bei der 20 bis 30 % der Kaffeebohnen nicht nur geröstet, sondern auch karamellisiert wurden, das schmeckt sehr lecker. Diese Mischung ist in Spanien, Portugal und Teilen Südamerikas populär.

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Tarragona – Teil 2 – Altstadt

Und weiter geht es mit Tarragona…

Nach unserem Mittagessen warfen wir noch einige Blicke in die angrenzenden Straßen, alle mit unterschiedlichem Weihnachtsschmuck.

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Schöne Kacheln gibt es viel in dieser Region.

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Dann spazierten wir durch die Carrer des Còs del Bou auf den Circo Romano zu und erahnten zum ersten Mal, was mit “Römerstadt Tarragona” gemeint ist.

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Auf der angrenzenden Hausmauer ist aufgemalt, wie es hier einmal ausgesehen hat.

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Wie bereits erwähnt, feiert man in Katalonien mit Freude Halloween. Das Casino hat gleich einen ganzen Friedhof aufgebaut. Übrigens etwas gruselig, dass der arme John Goodman dafür sterben musste!

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Mitten im Friedhof hatte sich diese hübsche Türkentaube niedergelassen.

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Ein paar Meter weiter hat man einmal mehr einen wunderschönen Meeresblick. Der Park gehört zum weiter unten liegenden Amphitheater, ein weiteres römisches Überbleibsel.

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Tarragona – Teil 1 – Ramblas und Plaça de la Font

Unser erster Ausflugsversuch nach Tarragona scheiterte kläglich: Wir wurden nicht schlau aus blauen, grünen und andersfarbig markierten Parkplätzen, hatten Höhenangst beim Befahren einer Rampe über dem Abgrund am Meer, verstanden erst spät, dass man an den Parkuhren das Autokennzeichen eingeben musste und selbst dann wollte die Uhr scheinbar exakt abgezähltes Kleingeld oder hatte etwas anderes zu bemängeln, was wir jedoch in verschiedenen Sprachen nicht verstanden. So gaben wir auf, kehrten einfach am nächsten Tag mit dem Zug zurück und verbrachten unbeschwert viele wunderschöne Stunden in dieser herrlichen Stadt.

Vom Bahnhof aus wendet man sich nach rechts und gleich wird’s spektakulär!

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Wie man sieht, führt die Bahnlinie Richtung Barcelona gleich am Meer entlang, sicher eine wunderbare Fahrt.

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Auch wir mussten in diese Richtung, und zwar bergauf. Ganz links auf dem Foto sieht man die Straße, die mir am Vortag im Auto solche Angst gemacht hatte.

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Oben angekommen, steht dieser Herr mit dem Rücken zum Meer. Es handelt sich um Roger de Llúria (katalanische Schreibweise), einem Admiral im Dienst der Krone Aragons.

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Hier sieht man ihn ganz rechts von hinten.

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Unten noch einmal ein Blick hinunter auf Yachthafen, Bahnstation und im Hintergrund den Industriehafen.

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Unten seht Ihr den östlichen Teil Tarragonas mit der Cala Grossa.

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Wie in Barcelona gibt es auch in Tarragona Ramblas. Das hier ist die Rambla Nova und auch auf ihr gibt es wochentags verschiedene Verkaufsstände.

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Spaziergang am Meer von Cambrils-Vilafortuny Richtung Innenstadt

Heute möchte ich Euch auf einen Spaziergang mitnehmen, den ich in natura gern jeden Tag unternehmen würde. Unser Hotel Estival Centurión Playa lag direkt am Strand und bis zum Zentrum von Cambrils waren es knapp 2 km, also genau die richtige Entfernung für einen kleinen Spaziergang.

Fangen wir mit zwei Fotos vom Hotel an – hier der Blick aus dem Treppenhaus-Fenster zum Café- und Poolbereich. Hinter dem Hotelzaun befinden sich ein Fahrradweg und ein Fußgängerweg, dahinter liegt gleich der feine Sandstrand. Ein Traum!

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Und das ist das Hotel selbst. 🙂 Ich kann es übrigens wärmstens weiter empfehlen. Vorab die beiden Kritikpunkte: Wifi gibt’s gebührenfrei nur in der Lobby und da ist es unglaublich langsam. Gegen Gebühr kann man auch Breitband-Internet bekommen. Auch den Safe kann man nur gegen Gebühr mieten. Alles andere war wunderbar: schöne Zimmer und Badezimmer, große Kleiderschränke, angenehme Betten, freundliches Personal und ausgezeichnetes, abwechslungsreiches Essen (wir hatten Halbpension).

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Nach links = Osten blickt man auf Salou, einen deutlich größeren Badeort mit vielen sehr großen Hotels. In Cambrils wird fast nirgendwo höher als vierstöckig gebaut, in Salou sind sechs bis acht Stockwerke die Regel.

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Nach Westen geht es nach Cambrils (Yacht-)Hafen und Zentrum.

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Besonders schön finde ich die abwechslungsreiche Vegetation. Riesige Gräser, Pinien, Gummibäume und Palmen kennt man von anderen mediterranen Orten, aber in und um Cambrils wachsen auch Platanen, Eichen, verschiedene Pappeln und jede Menge Bäume, die ich gar nicht zu benennen weiß.

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Der Promenadenweg ist wunderbar angelegt, breit genug für Jogger, Spaziergänger und Radfahrer.

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Und da liegt Cambrils vor uns. Wunderschön, mit der Bergkette im Hintergrund, nicht wahr?

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Strand von Cambrils

Urlaub in Cambrils und Umgebung – Okt/Nov 2015

Nachdem ich lange nicht mehr in Spanien war, haben Sal und ich uns dieses Jahr noch eine Portion Sonne gegönnt, ehe Köln im Winter versinkt. Ich hatte mit Hilfe von Google Maps fast die ganze südliche Küste Spaniens angeschaut, mit günstigen Reiseangeboten verglichen und schließlich 8 Tage im Hotel Estival Centurion Playa im katalanischen Küstenörtchen Cambrils gebucht, etwa 100 km südwestlich von Barcelona in der Provinz Tarragona.

In den nächsten Tagen werde ich meine Sehnsucht nach diesem wunderhübschen Städtchen und seiner herrlichen Umgebung hier im Blog kundtun, indem ich Euch mit Bildern versorge. Dieser Artikel soll als Teaser und Überblick dienen, hier werde ich alle Artikel verlinken.

Parc Samà bei Cambrils in Katalonien – Teil 1
Parc Samà bei Cambrils in Katalonien – Teil 2

Spaziergang am Meer von Cambrils-Vilafortuny Richtung Innenstadt

Tarragona – Teil 1 – Ramblas und Plaça de la Font
Tarragona – Teil 2 – Altstadt

Cambrils – Teil 1 – Südliche Stadtteile und Sehenswürdigkeiten
Cambrils – Teil 2 – Altstadt und Umgebung

Katalonien: Castell Monestir d’Escornalbou im Gebirge Serres de Pradell-l’Argentera

Cambrils PlayaDas Hotel liegt direkt am Strand und so standen Strandspaziergänge öfter mal auf dem Programm.

Cambrils Playa

Das Meer bei Cambrils

 

Strand von Cambrils

Das Städtchen Cambrils selbst hat auch einiges zu bieten. Neben dem Hafen und den kleinen Geschäftsstraßen dahinter sollte man sich die Altstadt nicht entgehen lassen, die kaum ausgeschildert ist und etwas nördlich hinter einer großen Durchgangsstraße liegt.

Cambrils Altstadt

Unser erster Ausflug führte uns zu einem verwunschenen Ort ganz in der Nähe, dem Parc Samà, von einem Lehrer Gaudís gestaltet. Uralte Palmen und viele andere Bäume, skurrile Grotten und Brücken und die leicht verfallene Architektur des Herrenhauses – hier fällt es nicht schwer, sich allerhand Geschichten von Elfen, verzauberten Kindern und schwindsüchtigen Liebespaaren auszudenken…

Herrenhaus im Parc Samà

Eher zufällig gelangten wir zum Monestir d’Escornalbou – einer Anlage mitten in den Bergen, die leider bei uns zu diversen Höhenangst-Attacken führten, schon auf der Straße dahin und später beim Aufstieg zum Mini-Gebäude St. Barbara ganz auf der Spitze des Berges.

Monestir d'Escornalbou

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Tarragona, der Provinzhauptstadt, die neben Römerruinen eine traumhaft schöne Altstadt mit monumentalen Kirchenbauten zu bieten hat. Und einen Meerblick, der seinesgleichen sucht.

Das Meer vor Tarragona

In der Altstadt von Tarragona

Und falls Euch das den Mund wässrig gemacht hat, dann schaut öfter mal hier vorbei, es werden viele viele Bilder folgen!