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Sardische Hummeln

Im Großen und Ganzen sind sardische Tiere kleiner als die auf dem Festland. Das gilt für Tauben, einige Bienen, Menschen und viele andere. Bei den Hummeln allerdings wurde eine Ausnahme gemacht. Manche ähneln unseren sehr, aber es gibt auch eine Art, die ich nur hierher kenne, nämlich die riesigen schwarzen Hummeln. Vom Geräusch und dem Empfinden her, ist es ein bisschen so, als ob ein schwarzer Fiat 500 an einem vorbeifliegt. Die Tiere sind allerdings sehr geschäftig und deswegen habe ich sie bisher nie ruhig vor die Kamera bekommen. Auch diesmal ist es mir nicht besonders gut gelungen, allerdings immerhin irgendwie. Die ersten beiden Bilder zeigen Hummeln, wie es sie in Deutschland auch gibt (allerdings mit der tollen blauen Flügelunterseite), die beiden nächsten die typisch sardischen Riesenhummeln in schwarz-glänzend. Übrigens heißen Hummeln auf italienisch “Bombo” – dabei hat man eindeutig an diese Art gedacht!

Spaziergang von Cala Gonone nach Gustui hinauf

Liebe Leser, dieses Jahr findet Ihr hier wirklich wenig Neuigkeiten – Sal und ich sind wohl erholungsbedürftiger als gedacht. Er muss ja auch relativ viel arbeiten. Deswegen bleiben wir hauptsächlich hier im Dorf. Es ist ja auch so schön und so ruhig! Neulich habe ich einen kleinen Spaziergang vom Dorfzentrum hinauf in unseren “Stadtteil” Gustui gemacht. Eigentlich braucht man da 15, 20 Minuten, aber ich war dank meiner Fotografierei und des Bewunderns eines jeden Blümchens eine ganze Stunde unterwegs. Hier ein paar der Ergebnisse:

Unsere Adoptivkatzen

Schon in den letzten Jahren bekamen wir immer mal Katzenbesuch. Dieses Jahr sind es vier Kätzchen, die uns adoptiert haben. Celeste mit den blauen Augen kennen wir schon aus dem letzten Jahr. Kina, Ella und Lina sind offensichtlich mit ihr verwandt. Nur Lina hat grüne Augen, wird aber von Celeste am meisten in der Nähe geduldet. Vielleicht auch, weil sie am meisten auf Katzenbaby macht und vor allem uns ganz herzzerreißend anmaunzt. Wir füttern sie allesamt …

Auf Wiedersehen Cala Gonone!

Ich hatte Euch ja (noch von Sardinien aus) versprochen, eine kleine Nachlese meiner Fotos zu veranstalten. Darauf werde ich allerdings verzichten, weil die Bilder bei mir akutes Fernweh auslösen – zu schön war der Urlaub dieses Jahr. Der Mai ist für mich der perfekte Reisezeitraum mit angenehmem Wetter, einer unglaublichen Vielfalt an Blumen, dem Vogelgesang und recht wenigen Touristen.

Einziger Nachteil waren die vielen Gruppen von Motorrad-Fahrern aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Wenn fünf oder mehr von den Bikes durch die engen Straßen fahren und einige der Fahrer noch einmal extra Gas geben, sobald sie ein Publikum erblicken, so dass nicht nur der sowieso große Krach noch einmal ansteigt sondern es auch bestialisch stinkt, dann ist das einfach eine Belästigung. Dass die Herren (und es waren fast ausschließlich Männer) es zudem nicht ertragen können, hinter einem PKW zu fahren, auch wenn es gerade in engen Haarnadelkurven den Berg hinauf oder hinunter geht, war ebenfalls ein großes Ärgernis, denn riskante Überholmanöver sind nicht nur für den Fahrer gefährlich.

Sonst jedoch war es einfach nur ganz und gar wunderschön und ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Mai wieder da sein werden.

Die sardische Katze Celeste

Wegen ihrer wunderschönen blauen Augen nennen wir diese Katze Celeste. Aber auch ihre Zeichnung kann sich sehen lassen. Sie ist eine der schönsten Katzen, die ich je gesehen habe. :-)

Auch viele Artgenossen gibt es hier, und abends, nachts und morgens wird man gern mal von ihrem Geschrei aus dem Schlaf gerissen. Ist es Liebeswerben oder ein Revierkampf? Klingt irgendwie alles ähnlich bei den Katzentieren…

Übrigens, während Ihr das hier lest, bin ich längst wieder in Köln, falls der isländische Vulkan nicht noch mehr Asche Richtung Deutschland spuckt. Ich suche dann noch ein paar schöne Abschlussbilder meiner Reise zusammen.

Der Strand von Orosei

Orosei besitzt auch einen Strand. Zwar reicht das eigentliche Dorf nicht bis ans Wasser – das war früher unüblich, denn durch Sturmfluten, Piraten und andere Widrigkeiten war die Küste viel zu gefährlich – aber über eine Straße erreicht man nach etwa einem Kilometer den wunderbaren Sandstrand von Orosei, Marina di Orosei.

Vom Parkplatz aus überquert man eine kleine Fußgängerbrücke über einen Fluss, dort sieht es dank der Warnschilder und überquellender Mülleimer erst einmal nicht sehr einladend aus, aber dann ist der Strand wirklich sehr schön.