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Wanderweg oberhalb des Tunnels von Cala Gonone nach Dorgali

Auf Wiedersehen Cala Gonone!

Ich hatte Euch ja (noch von Sardinien aus) versprochen, eine kleine Nachlese meiner Fotos zu veranstalten. Darauf werde ich allerdings verzichten, weil die Bilder bei mir akutes Fernweh auslösen – zu schön war der Urlaub dieses Jahr. Der Mai ist für mich der perfekte Reisezeitraum mit angenehmem Wetter, einer unglaublichen Vielfalt an Blumen, dem Vogelgesang und recht wenigen Touristen.

Einziger Nachteil waren die vielen Gruppen von Motorrad-Fahrern aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Wenn fünf oder mehr von den Bikes durch die engen Straßen fahren und einige der Fahrer noch einmal extra Gas geben, sobald sie ein Publikum erblicken, so dass nicht nur der sowieso große Krach noch einmal ansteigt sondern es auch bestialisch stinkt, dann ist das einfach eine Belästigung. Dass die Herren (und es waren fast ausschließlich Männer) es zudem nicht ertragen können, hinter einem PKW zu fahren, auch wenn es gerade in engen Haarnadelkurven den Berg hinauf oder hinunter geht, war ebenfalls ein großes Ärgernis, denn riskante Überholmanöver sind nicht nur für den Fahrer gefährlich.

Sonst jedoch war es einfach nur ganz und gar wunderschön und ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Mai wieder da sein werden.

Aqua Dolce, am nördlichen Rand von Cala Gonone

Ganz im Norden von Cala Gonone führt ein kleines Stück Straße zur Aqua Dolce, einer Süßwasserquelle, die ins Meer fließt. Die Häuser haben direkten Meerblick, allerdings riecht es hier im Sommer immer ein bisschen streng, wenn das flache Meerwasser auf den Steinen von der Sonne erhitzt wird. Am Ende der Straße kann man direkt an der Steilküste weiter wandern, allerdings wäre relativ festes Schuhwerk von Vorteil.

Zu den letzten beiden Bildern: Sieht der Stein nicht aus wie Elefantenhaut? Und das letzte Bild ist nach oben fotografiert, dort kleben etliche Häuschen direkt am Felsen und oft werden dann irgendwo nebenan noch Gärten angelegt, weil direkt davor nur noch der Abgrund ist.

Wolken auf Sardinien

Natürlich haben wir nicht Dauer-Schönwetter. Ab und zu ist es mal bewölkt. Das hatte aber bisher nicht viel mit dem wolkigen Wetter zu tun, das wir aus Köln kennen. Während man daheim in Deutschland manchmal morgens denkt, die Sonne wäre noch nicht aufgegangen, gibt es hier weiterhin Licht und Schatten und geschätzt die doppelte Lux-Zahl wie in Deutschland. Außerdem sieht es schick aus, wenn die Berge ihre Köpfe in die Wolken stecken. 🙂

Das linke Bild zeigt unsere Straße in Cala Gonone, das rechte die Straße nach Dorgali.

La Pineta, die Pinienbar im Pinienwäldchen von Cala Gonone

Mitten in Cala Gonone befindet sich ein Pinienwäldchen, eigentlich eine Parkanlage, und an deren Rand sitzen wir gern in der Bar La Pineta. Hier trinken wir das übliche: Kaffee, Ginseng-Kaffee ( Café Ginseng – ein köstliches Gebräu mit karamelligem Geschmack, erinnert ein bisschen an Baileys), Oran-Soda, Kaffee, Mirto in weiß oder rot, Limoncello, Kaffee, Cola, Gassosa (Sprite-artige Getränke) oder auch mal Kaffee. Das Eis ist ebenfalls überaus wohlschmeckend und auch die Spianada, ein weiteres flaches sardisches Brot mit Käse und Schinken ist lecker.

Das beste aber sind die schattenspendenden duftenden Pinien, aus denen man von Vögelchen besungen wird. Letzten Sommer hat mir auch eine Grille etwas vorgezirpt, sobald ich erschien. Zwischen den Piniennadeln am Boden wachsen zarte Blümchen und auch ein Schmetterling verirrt sich gern mal in die Beet-Bepflanzung.