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Familien übernachten im Ozeanarium von Lissabon

Riesige Aquarien faszinieren Eltern und Kinder, in Lissabon kann man dort sogar übernachten
Riesige Aquarien faszinieren Eltern und Kinder, in Lissabon kann man dort sogar übernachten

Das Ozeanarium in Lissabon bietet eine ganze Reihe von tollen Programmen für Kinder und Familien an. Das geht weit über die üblichen Geburtstagsfeiern (die es auch gibt) hinaus. In den Ferien kann man hier ganze Tage verbringen, das wird aber sicher schwierig, wenn dein Kind kein Portugiesisch spricht.

Was aber auch für Ferienkinder funktioniert ist das “Mit den Haien schlafen gehen”-Programm, denn hier bleibt die ganze Familie zusammen. Bucht doch einfach für eine Nacht kein Hotel sondern dieses tolle Programm, bei denen man mitten zwischen den Aquarien übernachtet und mal schauen kann, was die Haie und andere Fische nachts treiben. Um 20 Uhr geht es los, dann wird Kindern ab 4 Jahren und ihren Eltern etwas über die Unterwasserwelt erzählt. Anschließend gibt es Abendessen und eine Kinovorstellung, ehe man sich zwischen den Aquarien schlafen legt. Am nächsten Tag geht es weiter: Nach dem Frühstück dürfen die Übernachtungsgäste auch den Fischen beim ihrer Morgenmahlzeit zugucken und bekommen dann noch eine Tageslichtführung. Pro Person zahlt man 60 EUR.

Das Ozeanarium befindet sich im Parque das Nações, dem ehemaligen Expo-Gelände. Hier leben etwa 16.000 Tiere; die meisten davon Vögel, Säugetiere, Fische und Nesseltiere. Auch der seltene Mondfisch hat hier ein Zuhause gefunden.

Weitere Infos:
http://www.reiseaktuell.at/top_news/hits_for_kids/nemo_mondfisch_haie/
http://www.oceanario.pt/cms/1590

Stralsund und das Ozeaneum, ein Reisebericht – Teil 4

Ich weiß, es ist lange her, aber hier kommt ein weiterer Teil meines Berichts über die Stralsundreise im April. Heute geht es um eine großartige Einrichtung, das Ozeaneum, das im Mai zu Europas Museum des Jahres 2010 gekürt wurde.

Zum Ozeaneum gehört auch noch das Meeresmuseum, doch während man auf den Besuch des letzteren notfalls verzichten kann, sollte das Ozeaneum auf jedem Fall auf der Agenda eines Stralsund- oder Rügenbesuchs stehen. Wer beide sehen will, bekommt übrigens ein günstigeres Kombi-Ticket.

Das Gebäude auf der Hafeninsel ist selbst schon sehenswert – seine geschwungenen weißen Formen sollen an Kies am Strand erinnern. Sehr originell ist der Bau zwischen den alten Speichergebäuden direkt gegenüber dem Segelschiff Gorch Fock, das hier seine Heimat gefunden hat. Nur von hinten wirkt die weiße Fassade recht abweisend.

Das Ozeaneum in Stralsund zwischen den alten Speicherhäusern
Das Ozeaneum in Stralsund zwischen den alten Speicherhäusern

Der Innenbereich ist nicht minder interessant – immer wieder wandert man zwischen den einzelnen Ausstellungsbereichen durch das hohe Foyer mit seinen Rolltreppen, viel Glas, viel Blick auf Meer und Stralsund und etlichen Walskeletten, die über dem Besucher hängen und einen Eindruck von der Riesenhaftigkeit der Meeressäuger vermitteln.

Der erste Raum ist eine allgemeine Einführung in die Welt der Ozeane. Angefangen von Monitoren, auf denen alle Meere zu sehen sind – und sie sehen sehr unterschiedlich aus – über Ausstellungsstücke, die die Vielseitigkeit einiger Meerestiere wie Muscheln oder Barsche demonstrieren, über einen Globus der Meere bis zu den Vögeln und Säugetieren, die im und am Meer leben, gibt es hier eine bunte Auswahl von Ozean-Themen.

Danach folgen die ersten Aquarien, die ebenfalls die Vielfältigkeit des Lebens in den nördlichen Meeren demonstrieren. Mir hat gefallen, dass die verschiedenen Lebensräume besonders gut dargestellt wurden. Da war das “Stralsunder Hafenbecken” mit einem rostigen Fahrrad und anderem Abfall, zwischen dem die Fische leben oder das Brandungs-Becken, in dem regelmäßig eine große Welle alles durcheinander wirbelt, während die Fische unbeeindruckt ihre Bahnen ziehen. Originell ist das kreisrunde Heringsaquarium, in dem die Schwarmfische immerfort ihre Runden drehen. Aber am schönsten sind die ganz großen Meereswelten. Eine ist der Tunnel durch das Helgolandbecken und die andere das riesige Scharmfischbecken mit 2,6 Millionen Litern, das über drei Etagen reicht.

Anschließend geht der Rundgang durch den Kinderbereich, der mir gut gefallen hat. Kleine Klettergerüste, interaktive Stationen und andere liebevoll gestaltete Elemente bieten den Kleinen die Möglichkeit, selbst etwas aktiver zu werden. Auf der Dachterrasse ist vielleicht schon die Pinguin-Familie eingezogen, die hier ihr neues Heim finden soll – als ich vor Ort war, wurde nur darauf hingewiesen, dass sie ab Sommer hier wohnen sollen. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf Stralsund.

Die letzte Station ist den Walen gewidmet. Erst erfährt der Besucher allerhand über sie und ihre Meeresmitbewohner, dann kann er sich auf Liegen niederlassen und originalgetreue Nachbildungen der Meeresgiganten betrachten, die über ihm schweben. Dazu gibt es regelmäßig eine kurze audiovisuelle Präsentation, die gemeinsam mit Greenpeace gestaltet wurde.

Ozeaneum im Web: http://www.ozeaneum.de

Die anderen Artikel über Stralsund:
Stralsund, ein Reisebericht – Teil 1
Stralsund und Sassnitz auf Rügen, ein Reisebericht – Teil 2
Stralsund und Binz auf Rügen, ein Reisebericht – Teil 3
Ferienwohnungen in Stralsund