Category Archives: Sardinien

Blick Richtung Süden

Wanderweg oberhalb des Tunnels von Cala Gonone nach Dorgali

Aus den verfallenen Mauern wächst allerhand

In den Gassen von Siniscola

Vielleicht ist der Sonntag nicht der beste Tag für einen Ausflug nach Siniscola, etwa eine knappe Autostunde von Cala Gonone entfernt in der Region Baronia. Die Läden sind geschlossen und somit sind die Geschäftsstraßen ausgestorben und auch hässlich. Zum Glück sind wir dann eine Weile im Gassengewirr der Altstadt herumgelaufen und das hat sich gelohnt! Natürlich gibt es auch in Dorgali oder Orosei sowohl schöne als auch verfallene Ecken der Altstadt, aber Siniscola treibt es auf den Höhepunkt. Ich hätte noch stundenlang herumlaufen und fotografieren können! Nächstes Jahr komme ich wieder und dann besuchen wir auch den Hafen.

Die Pension Domus Inn, alle Zimmer gehen zu diesem hübschen Innenhof hinaus

Sardinien: Olbia

Wir wohnen auf Sardinien in Cala Gonone und freuen uns darüber, dass man vom Köln/Bonner Flughafen aus so gut nach Olbia kommt, von da aus sind es nämlich nur etwa eineinhalb Stunden mit dem Auto zu unserer Wohnung. Diesmal hatten wir leider ein Problem. Airberlin hat jegliche Flüge, die wir so schön ausgesucht hatten, auf andere Zeiten verschoben. Wir kamen also erst um 16:15 Uhr an, bis man Koffer und Auto hat, ist es frühestens 17 Uhr, sprich, wir wären wohl erst so gegen 19 Uhr in Gonone angekommen. Da wir die Wohnung hier aber erst klarmachen müssen (Wasser und Strom anstellen, den Boiler anwerfen, putzen und Bett machen), wären wir mit Einkaufen und Abendessen wohl erst völlig erschöpft gegen Mitternacht ins Bett gefallen.

Das gefiel uns nicht, also buchten wir ein Zimmer in einer Pension in Olbia. Ich kenne die Stadt nur von der Autostrada aus bzw. die Strecke vom Hafen. Sal war schonmal da und sagte zu Recht, Olbia sei nicht besonders schön. Das stimmt auch, es ist irgendwie eine Zweckstadt. Aber dafür war die Pension außergewöhnlich hübsch und gut ausgestattet. Die Zimmer waren geradezu irrwitzig sauber. Ich habe zum ersten Mal auf einer Memory-Schaum-Matratze geschlafen. Erst drückte ich mit der Hand drauf und fand sie bretthart. Dann setzte ich mich im Schneidersitz drauf und sank ein. Aber zum Liegen war sie ziemlich klasse, ich habe sehr gut geschlafen und Sal auch.

Aber vor dem Schlafen haben wir noch die Einkaufsstraße erkundet, ein köstliches Eis gegessen und in der Pizzeria Da Antonio lecker gespeist.

Olbia und die Pension Domus Inn werden uns ab jetzt öfter wieder sehen, wenn unsere Flüge zu spät ankommen oder vormittags starten.

Das schüchterne Krümelchen mampfte sich zweimal bei uns voll und kam dann nicht wieder

Cat Content aus Cala Gonone

Auch wenn der harte Winter wohl Opfer gefordert hat und einige Katzen verschwunden sind, so ist Cala Gonone doch noch ein Paradies für angehende Cat Ladies wie mich. Hier eine Auswahl der bisher getroffenen felinen Schönheiten (meine Facebook-Freunde kennen die meisten bereits):

Sardinien: Gigantengräber

Bei traumhaftem Wetter haben wir heute einen kleinen Ausflug zu einem der Gigantengräber (italienisch: Tombe dei Giganti) gemacht. Es liegt etwa 10 km nordwestlich von Dorgali, an der Straße SP 38, etwa auf halber Höhe zwischen der Kreuzung mit der SP 129 und der Superstrada. Sein Name ist S’Ena ’e Thomes. Die Grabstätten sind über 3.000 Jahre alt. Man parkt an der Straße und macht einen hübschen kleinen Spaziergang durch die wunderbare Landschaft, bis man das Monument erreicht.

Sardische Hummeln

Im Großen und Ganzen sind sardische Tiere kleiner als die auf dem Festland. Das gilt für Tauben, einige Bienen, Menschen und viele andere. Bei den Hummeln allerdings wurde eine Ausnahme gemacht. Manche ähneln unseren sehr, aber es gibt auch eine Art, die ich nur hierher kenne, nämlich die riesigen schwarzen Hummeln. Vom Geräusch und dem Empfinden her, ist es ein bisschen so, als ob ein schwarzer Fiat 500 an einem vorbeifliegt. Die Tiere sind allerdings sehr geschäftig und deswegen habe ich sie bisher nie ruhig vor die Kamera bekommen. Auch diesmal ist es mir nicht besonders gut gelungen, allerdings immerhin irgendwie. Die ersten beiden Bilder zeigen Hummeln, wie es sie in Deutschland auch gibt (allerdings mit der tollen blauen Flügelunterseite), die beiden nächsten die typisch sardischen Riesenhummeln in schwarz-glänzend. Übrigens heißen Hummeln auf italienisch “Bombo” – dabei hat man eindeutig an diese Art gedacht!