Category Archives: Nordrhein-Westfalen

Campingplatz Hattingen – zwischen Naturidylle und Industrie

Meine Wahl fiel auf den Campingplatz “Ruhrbrücke” in Hattingen, weil ich meine Zelt-Ausrüstung vorher in Herne einkaufen wollte und der Zeltplatz dann nicht weit entfernt sein sollte. Außerdem musste er mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Fürs erste Zelten auf eigene Faust hätte ich mir nichts besseres aussuchen können.

Die Betreiber wohnten im Haus direkt auf dem Grundstück und waren somit jederzeit ansprechbar. Sie wiesen mich sehr freundlich ein, und auch beim Auschecken lief alles schnell und unkompliziert.

Meine Wiese auf dem Campingplatz Ruhrbrücke in Hattingen
Meine Wiese auf dem Campingplatz Ruhrbrücke in Hattingen

Der Platz selbst besteht aus zwei großen Wiesen, direkt an der Ruhr. Man hat also ein unvergleichlich schönes Panorama, da die Ruhr hier einen kleinen See bildet und auf dem anderen Ufer viel Grün und ein hübsches Gebäude zu sehen sind. Allerdings liegt der Platz in unmittelbarer Nähe zur Ruhrbrücke – das geht nicht ohne Verkehrslärm. Auf der kleineren Wiese, die sich unmittelbar neben der Brücke befindet, hat man aber noch einen ganz anderen Sound, denn die Ruhr ist hier in mehrere Straßen eingeteilt, zwei für Ruderboote, eine als Fischtreppe. Die vielen Steine dort sorgen für lautes Wascherrauschen, das die Verkehrsgeräusche fast übertönt. Ich konnte dabei gut schlafen.

Die sanitären Anlagen sind sauber und gut in Schuss. Allerdings ist es etwas merkwürdig, sich in der Toilette im Vorraum Toilettenpapier abreißen zu müssen, um es dann in die Toilette mitzunehmen. Ich glaube auch kaum, dass das Papier spart, weil man doch eher mehr mitnimmt, als man wirklich braucht. Duschen kostet einen EUR und man gibt bei der Endabrechnung selbst an, wie oft man geduscht hat.

In fünf Minuten Fußweg erreicht man eine Straßenbahnhaltestelle, die nördlich bis Bochum führt und südlich in die Hattinger Innenstadt (zwei Stationen). Man ist also optimal angebunden, um die umliegenden Ruhrgebietsstädte zu erkunden, z. B. Essen und Bochum. Aber auch Hattingen selbst ist unbedingt mindestens einen Besuch wert, die gut erhaltene Altstadt und die vielen Cafés und Restaurants sind ausgesprochen einladend.

Direkt vom Platz aus bieten sich viele Spaziergänge an der Ruhr entlang an. Ausflugsziele in der näheren Umgebung gibt es ebenfalls genug, z. B. den Kemnader See und Haus Kemnade, eine schöne Wasserburg mit Biergarten und diversen Ausstellungen. Technikfans können sich vielleicht für das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen oder das Bergbau-Museum Bochum begeistern.

Fazit: Mindestens für einen Kurzurlaub ein toller Platz, vor allem, wenn man nicht absolute Stille benötigt.

Campingplatz Ruhrbrücke
Ruhrstr. 6
45529 Hattingen
Tel.: (02324) 80038
http://www.camping-hattingen.de/

Caravan Salon in Düsseldorf 2010 – Wohnmobile und Wohnwagen satt

Zum ersten Mal habe ich in diesem Jahr die Caravan Salon in Düsseldorf besucht. Ich selbst bin Laie auf dem Gebiet, interessiere mich seit einiger Zeit aber sehr dafür. Auch die Nachbarmesse Tour Natur über Wandern und Trekking stand auf meiner Tagesordnung.

12 EUR kostete das Tagesticket für beide Messen, wobei die Tour Natur nur am Schluss-Wochenende der Caravan Salon stattfindet. Hier präsentierten sich Wanderregionen – sicherlich mit dem Schwerpunkt auf Deutschland, aber auch Länder und Regionen wie Luxemburg, der Gardasee oder verschiedene Mittelmeerinseln. Außerdem wurde Wanderkleidung präsentiert, die teilweise um mehr als 50 % vom regulären Preis heruntergesetzt war. Auch Kanus waren zu sehen, eine kleine Kletterwand für Kinder, Zelte und so manches andere.

Vor allem die ganz winzigen Wohnwagen erfreuten sich großer Beliebtheit - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)
Vor allem die ganz winzigen Wohnwagen erfreuten sich großer Beliebtheit - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)

Am Stand des Deutschen Wanderverbandes kam ich mit Sven Büchler ins Gespräch, der mir von einer aktuellen Studie über die Vorlieben deutscher Wanderer erzählte, die vor allem im Mittelgebirge gern unterwegs sind, aber darauf werde ich in einem eigenen Artikel noch genauer eingehen.

Die Caravan Salon selbst bestand dann auch wirklich zu etwa 80 % aus Wohnwagen und Reisemobilen. Von elf Hallen wurden in sieben nur verschiedene Modelle gezeigt. Vor allem die Wohnmobile waren umlagert – hier nach meinem Empfinden eher die etwas kleineren Modelle. Während man in die Wohnwagen nach kurzem Warten oder sogar sofort einsteigen und sich umsehen konnte, waren die Reisemobile oft dicht umringt und ich musste geradezu drängeln, um auch einmal hineinschnuppern zu können. Lediglich die ganz kleinen Wohnwagen waren ebenso umzingelt, da mag aber eher der Niedlichkeitsfaktor und die Neugierde der Kinder, denn ein echter Kaufwunsch eine Rolle gespielt haben.

Große und teure, aber auch ganz preiswerte Modelle waren vertreten - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)
Große und teure, aber auch ganz preiswerte Modelle waren vertreten - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)

Ich habe viel im Internet recherchiert und war sehr überrascht, dass es tatsächlich deutlich günstigere Modelle gibt, als ich annahm. Während Presse und Online-Medien mir bisher den Eindruck vermittelt hatten, für ein Wohnmobil müsse man mindestens 40.000 EUR hinlegen und für einen Wohnwagen, so er halbwegs ausgestattet ist, die Hälfte, fand ich etliche Reisemobile für 35.000 EUR oder sogar deutlich darunter. Bei den Caravans beginnen gut ausgestattete Modell mit Nasszelle bei 10.000 EUR. Auch darüber hier demnächst mehr.

Interessant war, einmal direkt zu sehen, wie groß oder klein so eine Nasszelle ist, wie viel Raum man hat, um allein oder zu zweit in einem kleinen Wohnmobil zu werkeln und wie gut oder schlecht sich Betten ausklappen lassen, z. B. in den Reisemobilen mit Hochdach (es klappt sehr gut, wenn man weiß, wo man hingreifen muss). Deswegen lohnt es sich auf jeden Fall, einmal eine größere Ausstellung zu besuchen und sich alles ganz genau anzuschauen. Dabei erhält man dann auch schnell ein gutes Bild, welchen Grundriss man bevorzugt, was man unbedingt möchte oder auf jeden Fall vermeiden will.

Die Kinder liebten vor allem die Dachzelte - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)
Die Kinder liebten vor allem die Dachzelte - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)

Außer den ganz großen Firman wie Hymer, Knaus, Renault, Fiat und vielen mehr, waren auch ganz kleine vertreten, die z. B. Wohnwagen nach Wunsch ausstatten. Mit dem Motto “Klein – Fein – Dein” waren P + Laura Caravan vertreten, die mit dem Spruch warben “Wir bauen alles auf, aus und ein – wie Sie wollen und was reinpasst”.

Als Nebenschauplatz gab es eine Halle, in der es um die Technik der fahrbaren Reiseunterkünfte geht, eine weitere, in der Reisedestinationen sich vorstellten – diese war allerdings ziemlich langweilig: außer Kataloge war hier nicht viel zu holen – und eine Halle mit allgemeinem Zubehör. Hier fanden sich vor allem Campinggeschirr, Kleber, Lackpflegeprodukte, Campingmöbel und Zelte. Das waren einerseits klassische Vorzelte, andererseits aber auch Dachzelte für Autos. Diese erfreuten sich wiederum bei den Kindern sehr großer Beliebtheit. Auch das ganze Auto kann dabei umbaut und zum Wohnmobil umgestaltet werden. Die australische Firma 3 Dog Camping zeigte Anhänger, aus denen ein ganzer Zelt-Wohnwagen wird. Darin lässt es sich fürstlich wohnen. Matratzen, diverse Kissen und was alles noch das mobile Leben gemütlich macht war zu sehen, ebenso wie zusammenklappbare Camping-Schränke, Hängesitze und vieles mehr.

Mobilheime sind viel komfortabler als man denkt - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)
Mobilheime sind viel komfortabler als man denkt - (Foto: Messe Duesseldorf / constanze tillmann)

Im Außenbereich wurde gegessen und getrunken, aber auch ausgestellt. Windstrom für den Caravan, Satellitenschüsseln und viele Aktivitäten-Stationen, gerade für Kinder. Außerdem stellten mehrere Firmen Mobilheime vor, ein Mittelding zwischen Wohnwagen und einem Häuschen, wie sie in den Niederlanden z. B. als Chalet bekannt sind. Diese Mobilheime sind vor allem für Dauercamper interessant. So kann man für etwa 30.000 EUR schon ein komplettes Häuschen mit Einrichtung, inkl. Küche und Bad sein Eigen nennen. Mit 70.000 EUR ist man dann richtig komfortabel aufgestellt.

Damit schließe ich meinen Bericht über die Caravan Salon 2010 ab, allerdings folgen noch einige Artikel. Zwei habe ich weiter oben bereits angekündigt, ein dritter wird von dem wunderbaren Diavortrag über Madagaskar von Konstantin Abert handeln.

Campingplatz Eifel-Camp Freilinger See bei Blankenheim

Demnächst steht bei uns das erste Experiment bezüglich Zelten an. Ich war ja nie der große Zelt-Fan, mich schrecken die weiten Wege zur Toilette, vor allem nachts und der allgemeine Mangel an Komfort. Mein Freund wollte erst recht nichts davon wissen, er ist eher noch bequemer als ich.

Aber ich überlege ja immer, wie ich an preiswerten Urlaub kommen kann, und obwohl ich eine Weltmeisterin darin bin, preiswerte Unterkünfte zu finden, lässt sich Camping so leicht nicht schlagen. Und die ex-Frau meines Freundes war neulich auch zelten, in einem richtig schönen Zelt mit mehreren Räumen, mit Stehhöhe, das ist ja kaum unbequemer als eine Ferienwohnung. Also wollen wir das Abenteuer demnächst mal wagen.

Die schöne grüne Eifellandschaft, hier weiter nördlich bei Nideggen (auch ein Tipp für einen Ausflug)
Die schöne grüne Eifellandschaft, hier weiter nördlich bei Nideggen (auch ein Tipp für einen Ausflug)

So horchten wir auf, als das WDR Fernsehen vom Campingplatz Eifel-Camp bei Blankenheim berichtete, denn dort ließen sich die Inhaber etwas einfallen, eine Schönwettergarantie! Nun hat man in der Eifel auch keinen besseren Draht zu Petrus als anderswo und kann auch nicht mit 360 Sonnentagen im Jahr aufwarten. Deswegen können Camper den Urlaub bei Wetter, das ihnen nicht gefällt, unterbrechen und später fortsetzen. Ganz genau geht das so, ich zitiere von der Website: “Wenn Ihnen auf einem Quality-Camp das Wetter nicht zusagt (egal aus welchem Grund), können Sie den (für mindestens 4 Nächte) fest reservierten Stellplatz vorzeitig verlassen, ohne dass der anteilige Restwert verfällt. Innerhalb eines Jahres kann der Urlaub dann unter voller Anrechnung des Restwertes fortgesetzt werden.”

Das ist doch mal ein Angebot! 🙂

Der Platz gehört zu den Ecocamping-Plätzen, hat viele Preise gewonnen und kann mit 5 Sternen aufwarten. Es sind auch Mietzelte, Campinghütten und Luxusstellplätze erhältlich. Er liegt mitten im Naturpark Hohes Venn Eifel direkt am Freilinger See, in dem auch gebadet werden kann. Koblenz, Bonn, Köln, Aachen und Lüttich liegen weniger als 100 Kilometer entfernt. Die belgische Grenze ist nur 20 Kilometer entfernt, die luxemburgische etwa 50 Kilometer – vielen spannenden Tagesausflügen steht also nichts im Wege.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir dort demnächst ein paar Tage verbringen – ihr auch?

Website des Platzes: http://www.eifel-camp.de

Katzen-Content und die Flora in Köln

Ein Blog ohne Katzen-Content taugt bekanntlich nichts, daher stelle ich euch heute mal die Flora vor, einen wunderschönen kleinen Park in Köln direkt angrenzend an den Zoo. Was der mit Katzen zu tun hat? Na, die gehen auch gern drin spazieren!

Neben unzähligen schönen Bäumen, zwei großen Teichen und vielen ganz kleinen, einer altmodischen Parkanlage zum Haupteingang hin, Stauden, Gewächshäusern und einem Bauerngarten gibt es auch vier winzige Felder mit den häufigsten deutschen Getreidearten Roggen, Weizen, Hafer und Gerste (die sich im Moment noch sehr ähnlich sehen). Auch bei mehreren Besuchen gibt es immer etwas neues zu entdecken und selbst wenn viel los ist, findet man ein schönes ruhiges Plätzchen irgendwo.

Hunde dürfen leider nicht mit hinein.

50 EUR Rabatt für Centerparks Hochsauerland und Bispinger Heide

Freizeitspaß für Eltern und Kinder in den Centerparks
Freizeitspaß für Eltern und Kinder in den Centerparks

Gibt es Leute, die Lust haben, demnächst im Centerpark Ferien zu machen? Dann habe ich etwas für euch, nämlich einen Gutschein über 50 EUR, der allerdings nicht für “junge Familien” oder die 55-plus-Zielgruppe gilt. Man kann ihn einlösen, wenn man zwischen dem 07.05. und 13.12.2010 eine Woche Urlaub in einem der Ferienparks Hochsauerland oder Bispinger Heide machen möchte. Übrigens gibt es derzeit auch noch Lastminute-Angebote, die durch unseren Gutschein noch günstiger werden.


Einfach diesen Link anklicken und dann beim Buchen als Gutscheincode 8620 eintragen; die 50 EUR werden anschließend vom Preis abgezogen.

Meine Outdoor-To-Do-Liste (Blogparade)

Mit diesem Beitrag schließe ich mich einer Blogparade an, die von freiluft-blog.de veranstaltet wurde. Dort könnt ihr euch auch darüber informieren, was eine Blogparade ist.

Da ich nicht besonders sportlich bin, fällt die Liste etwas anders aus, als Sven sich das gedacht hat, aber das ist ja egal.

1. Mein Fahrrad wieder in Ordnung bringen
Ich wollte letztes Jahr mein Fahrrad mit nach Münster nehmen und habe zu dem Zweck das Vorderrad entfernt, aber dann passte es trotzdem nicht in den Fiesta (beim Vorgängermodell ging das!) und nun steht es immer noch mit notdürftig krumm angeschraubtem Rad in der Garage. Sehr gern würde ich mal den Weserradweg fahren, aber das wird dieses Jahr wohl eher nichts. Aber vielleicht ein paar nette kleine Touren, z. B. auf der rechten Rheinseite (Kölns und Umgebung) entlang, dazu hätte ich Lust.

2. Zoos in der Umgebung und in den Niederlanden besuchen

Tiger im Kölner Zoo
Tiger im Kölner Zoo

Wie einige von Euch wissen, liebe ich Lemuren und blogge viel über Zoos (http://zoo.blog-haus.net). Auf meiner Liste stehen Krefeld, Duisburg, Aachen und Wuppertal. Eventuell auch Rheine, aber das ist schon etwas weiter weg. In den Niederlanden wurde mir gerade Rotterdam ans Herz gelegt, außerdem möchte ich unbedingt mal wieder in den Affenzoo Apenheul und eventuell auch in den Amsterdamer Zoo. Der in Arnheim ist auch sehr schön.

3. Aachen erkunden
Als Jugendliche war ich zuletzt in Aachen und vor einigen Wochen mit meinem Freund wieder. Verdutzt stellten wir fest, wie schön diese Stadt ist und haben uns vorgenommen, unsere Nachbarstadt weiterhin zu erkunden.

4. In Seen schwimmen

Im Fühlinger See kann man auch schwimmen und tauchen
Im Fühlinger See kann man auch schwimmen und tauchen

Ich schwimme gern, vertrage aber das Wasser in Schwimmbädern nicht so gut und liebe das Plätschergeräusch, das man im Schwimmbad kaum hört. Daher möchte ich gern mal wieder draußen schwimmen gehen, sei es hier in Köln im Fühlinger See oder in richtig schönen Seen in der Umgebung.

5. Köln und Umgebung erkunden
Natürlich werde ich sowieso wieder viel durch Köln laufen, Fotos machen, Spaziergang-Touren entwickeln und euch bei allesueberkoeln.de über meine Heimatstadt auf dem Laufenden halten. Außerdem werde ich noch einige Orte in der Umgebung besuchen: den Neulandpark in Leverkusen, den Brückenkopfpark in Jülich und die Groov in Zündorf.

Aachen: Köstlich japanisch essen in der Miyabi Sushi Bar

Die Miyabi Sushi Bar in Aachen
Die Miyabi Sushi Bar in Aachen

Eigentlich fiel uns die Miyabi Sushi Bar nur auf, weil es gerade ein Sonderangebot gab, bei dem man diverse Hauptgerichte für die Hälfte des regulären Preises bekommen konnte. Und natürlich, weil mir alle japanischen Restaurants auffallen, schließlich ist Sushi mein Lieblingsessen!

So wanderten wir also mittags wieder zur Großkölnstraße 71 zurück und betraten die kleine Bar. Sie ist mit allen möglichen Dekorationsartikeln geschmückt, die teilweise schön und teilweise auch recht kitschig sind. Wir entschieden uns nicht für das Sonderangebot sondern für ein dreigängiges Menü für 11,90 EUR und bekamen erst eine Miso Wan Suppe. Miso-Suppe kennen die Sushi-Fans sicher, diese beinhaltete zusätzlich einige Fisch-Stückchen. Danach gab es einen sehr leckeren Salat mit Sojasprossen, Möhren, Fisch und noch einigen anderen Leckereien mit Miyabi-Sauce, die nach Sesam schmeckt und nichts mit europäischen Salatsaucen gemein hat. Anschließend wurde uns Sushi kredenzt – sehr sehr lecker, auch wenn es dem Aussehen nach nicht von einem echten Sushi-Meister gemacht war. Aber der Fisch war superzart und zerging geradezu auf der Zunge.

Fazit: Sehr gut und auch noch günstig!

Aachen: Der Dom

Der Aachener Dom vom Münsterplatz aus
Der Aachener Dom vom Münsterplatz aus

Wenn man aus Köln kommt, dann lässt man sich von einem anderen Dom nicht so leicht beeindrucken. Auf die Frage der netten Buchhändlerin im Buchladen beim Aachener Dom, welcher uns denn besser gefiele, wussten wir auch keine Antwort. Außer, dass jeder auf seine Weise schön ist. Die Aachenerin hatte eben erst den Kölner Dom von innen besichtigt und war von seiner Größe beeindruckt, fand ihn aber so kalt. Ihr “eigener” sei gemütlicher. Das sehe ich auch so. Der Kölner Dom ist “aus einem Guss”, sehr groß und sehr erhaben. Aber der Aachener Dom, der hat auch was!

Erst einmal sieht man bald, dass seine Teile aus verschiedenen Zeiten stammen. Die ältesten Bauten stammen aus dem 8. Jahrhundert und wurden von Karl dem Großen in Auftrag gegeben. Das Oktogon in der Mitte ist der Teil, der mich am meisten beeindruckt hat. Es war die Kapelle der Kaiserpfalz und mehrere Jahrhunderte lang das größte Kuppelgebäude nördlich der Alpen. Es ist ein achteckiger Raum mit einer Galerie, die mit Säulen geschmückt ist. Einige dieser Säulen stammen aus Rom, andere (laut Wikipedia) aus St. Gereon in Köln. Im Dach der Kuppel befindet sich ein Mosaik aus den Jahren 1880/81 nach Entwürfen des belgischen Architekten Jean-Baptiste de Béthune.

Der Domhof
Der Domhof

Obwohl dieses Mosaik herrlich ist, haben mich persönlich die anderen Mosaiken sowohl im unteren Umgang als auch im oberen Stockwerk begeistert. Diese sind aus gold-glänzendem Material und in Blau und Schwarz gehalten und erinnern mich an maurische Kunst: Eher selten sind Vögel, ein Segelschiff oder Pflanzen zu sehen – meistens sind es Muster und Formen, die die Decken schmücken. Leider finde ich nirgendwo Angaben, inwiefern dieser Schmuck der ursprünglichen Ausschmückung des Oktogons entspricht, das ja immerhin auch nach byzantinischen Vorbildern entstand. Angebracht wurde es, ebenso wie die Marmorverkleidung, nach Entwürfen von Hermann Schaper aus Hannover und ausgeführt von der Glasmosaikgesellschaft Puhl & Wagner in Rixdorf (Berlin). Auf voll ausgeleuchteten Fotos sehen diese Mosaiken nicht halb so schön aus wie im geheimnisvollen Halbdunkel der Kirche.

Weitere Gebäudeteile sind der gotische Chor aus dem 14. und 15. Jahrhundert und mehrere Seitenkapellen, von denen die letzte 1767 umgebaut wurde.

Gerade diese verschiedenen Baustile machen von außen das Besondere des Aachener Doms aus, wie ich finde. Vor dem Eingang befindet sich ein herrlicher alter Hof von uralten Häusern umgeben, hier kann man gemütlich sitzen und nach dem Halbdunkel im Inneren die Sonne genießen.

Restaurant VaPiano in Münster

In Münster muss man wirklich nicht auf gutes Essen verzichten. Ein ungewöhnliches Konzept hat dabei das VaPiano auf der Königsstraße 51.

Lecker essen im VaPiano in Münster
Lecker essen im VaPiano in Münster

Obwohl die Küche durchaus gehoben ist, handelt es sich um ein Selbstbedienungsrestaurant. An verschiedenen Theken erhält man Vorspeisen und Salate, Pizza, Pasta und alkoholische Getränke. Erst bei der Bestellung wird das Essen zubereitet – genau nach den Wünschen und vor den Augen des Gastes: “Mit Peperoni? Soll ich die Sauce mit Wein ablöschen? Ich empfehle ihnen keinen Parmesan zu den Gambas, aber Sie können natürlich trotzdem gerne welchen bekommen!” Das sind typische Fragen, die die Köche dort stellen. Dabei wird nicht an frischen Kräutern gegeizt, deren Blättchen von der Pflanze direkt in die Pfanne wandern.

Auch die Pasta ist ganz frisch, denn sie wird in der hauseigenen Nudel-Manufaktur hergestellt. Portionsweise wird sie aus kleinen Töpfchen geholt und muss nur noch ca. zwei Minuten kochen, ehe sie in die Sauce wandert.

Jetzt im Sommer sitzt man draußen, an einem der noch erhaltenen Adelshöfe entlang der Königsstraße, die wenig befahren ist. Man bekommt im VaPiano selbst ausgezeichnete Nachtische, alternativ besucht man das gegenüberliegende Firenze – ein Eiscafé mit einer erschreckend großen Auswahl köstlicher Eissorten.

Und falls du in nächster Zeit nicht nach Münster kommst, ist das kein Hinderungsgrund – VaPiano-Lokale gibt es mittlerweile überall in Deutschland.

Link:
http://www.vapiano.de