Category Archives: Nordrhein-Westfalen

Monheim

Von Hitdorf (Leverkusen) nach Monheim – Teil 2

Fast hätte ich Teil 2 vergessen, aber hier kommt er nun endlich. Wir befinden uns noch in Hitdorf, wo ich weiterhin viele liebevoll geschmückte Häuser und herrliche bepflanzte Gärten bewundern konnte.

HitdorfEin kleiner Hafen reiht sich an den nächsten.

Von Hitdorf nach MonheimAber schließlich bog ich landeinwärts ab, denn am Rhein entlang geht es nur auf einer unschönen Autostraße weiter.

Von Hitdorf nach MonheimMacht aber nichts, denn hier hat es mir auch sehr gut gefallen.

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Spaziergang von Hitdorf nach Monheim

Von Hitdorf (Leverkusen) nach Monheim – Teil 1

Heute habe ich einen schönen Spaziergang für Euch, der ganz im Kölner Norden beginnt, nämlich an der Fähre in Langel. Achtung, es gibt zwei Orte namens Langel im Kölner Stadtgebiet. Ich rede vom linksrheinischen Langel, das zu Worringen gehört. Das rechtsrheinische Langel liegt ganz im Süden von Köln und gehört zu Porz.

Der Bus Linie 121 fährt hier her. Alternativ kann man auch von der Endhaltestelle der Linie 12, Merkenich, eine kleine Wanderung am Rhein entlang machen. Darüber habe ich in meinem Köln Blog, AllesUeberKoeln.de, schon einen Artikel geschrieben.

Als ich ankam, lag die Fähre gerade am anderen Ufer und es war noch relativ leer.

Spaziergang von Hitdorf nach Monheim

Zeit, sich ein bisschen umzusehen. Offensichtlich war eine Gruppe Oldtimer-Fahrer hier angekommen, hier der Beweis:

Spaziergang von Hitdorf nach Monheim

Die kleinen Rheinbuchten haben richtig Strand-Flair. Aber bitte seid vorsichtig beim Baden – eigentlich ist es im Rhein nicht erlaubt, explizit erlaubt ist es nur in Gewässern, die als Badegewässer ausgwiesen sind. Jedes Jahr ertrinken viele Menschen im Rhein und in diversen Baggerlöchern und Seen. Tiefer als maximal bis zum Knie würde ich nicht in den Rhein gehen – selbst gute Schwimmer kommen gegen die Strömung nicht an, die schon im Uferbereich sehr heftig sein kann, wenn Schiffe vorbei fahren.

Spaziergang von Hitdorf nach Monheim

Das hier ist die Fähre, die vor allem am Wochenende auch gut genutzt wird.

Spaziergang von Hitdorf nach Monheim

Mini-Fluss-Kreuzfahrt auf dem glitzernden Rhein. :-)

Spaziergang von Hitdorf nach Monheim

 

Langel und das gegenüber liegende Hitdorf sind für die Schwäne bekannt, die hier in großer Zahl leben.

Spaziergang von Hitdorf nach Monheim

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Brühl - Zum Heider Bergsee

Spaziergang in Brühl – Teil 2 – Zum Heider Bergsee

Nachdem ich zwei Stunden den Schlosspark unsicher gemacht hatte (weitere Bilder gibt es übrigens auch hier: http://www.jaleh.de/blog/2016/07/tierisches-im-schlosspark-bruehl/ ), stand der Heider Bergsee auf dem Programm. Also ließ ich Augustusburg hinter mir und ging los.

Direkt neben dem Schloss befindet sich die evangelische Christuskirche.

Brühl - Zum Heider Bergsee

Bald erreichte ich die Innenstadt, die von einer Kirmes belagert wurde.

 

Brühl - Zum Heider Bergsee

In Brühl sind viele alte Häuser erhalten, unter anderem das schöne Amtsgericht.

Brühl - Zum Heider Bergsee

 

Oder diese Häuser – ganz ähnliche gibt es übrigens in Leverkusen.

Brühl - Zum Heider Bergsee

Das letzte Stück Weg ist weniger spektakulär. Ich ging einfach immer den recht langweilig bebauten Rodderweg entlang, bog an einem Acker rechts ab und erreichte dann nach fünf  weiteren Minuten den See.

Brühl - Zum Heider Bergsee

An seinem südlichen Ufer liegt der Campingplatz Heider Bergsee, dessen Gelände auch als Freibad dient. Der Preis fürs Freibad beträgt 2,50 € für Erwachsene und 1,50 € für Kinder (Stand 2016) – sehr überschaubar, wie ich finde. Da ich nur mal gucken wollte, habe ich mich im Strandbad nicht umgesehen, sondern nur vom gegenüber liegenden Ufer fotografiert. Laut Website gibt es ein Restaurant und einen Kiosk.

Brühl - Zum Heider Bergsee

 

Vom Schloss bis zum See sind es etwas über 2,5 km, also kann man beides hervorragend kombinieren. Wanderer umrunden z. B. erst den See, essen dann in Brühl zu Mittag und besichtigen anschließend das Schloss. Familien mit Kindern machen es vielleicht lieber umgekehrt bzw. verbringen den Rest des Tages im Freibad. Wer ohne Auto unterwegs ist, kann vom Strandbad aus mit dem Bus zurück nach Brühl fahren, allerdings verkehrt der Bus nur einmal pro Stunde.

Zum Abschluss noch ein Bild vom Brühler Schloss:

Brühler Schloss Augustusburg

Brühl - Schloss Augustusburg und drum herum

Spaziergang in Brühl – Teil 1 – Zum Schloss Augustusburg

Bei schönstem Sommerwetter macht ein Besuch in Brühl besonders viel Spaß. Klar, alles sieht bei Sonne besser aus, aber im Sommer blüht es einfach wunderschön und Bienen und unglaublich viele Libellen sind unterwegs.

Von der Station “Brühl Mitte” aus geht es durch diesen netten Park, der einmal ein Friedhof war, Richtung Innenstadt.

Brühl - Schloss Augustusburg und drum herumEinige Steine und später auch normale Gräber weisen auf die alte Funktion des Parks hin.

Brühl - Schloss Augustusburg und drum herum

Brühl hat eine sehr schöne, gut erhaltene Altstadt. Da, wo es nicht so hübsch ist, hilft man sich mit Gemälden. Ja, das Fachwerkhäuschen ist gar nicht echt!

Brühl - Schloss Augustusburg und drum herum

Dieses niedliche Gebäude ist dagegen ganz echt. Ein Restaurant befindet sich darin.

Brühl - Schloss Augustusburg und drum herum

 

Aber nun zum Schloss. Hier seht Ihr die Orangerie und den davor liegenden Garten.

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Spaziergang von Stommeln nach Pulheim

Letztes Wochenende bin ich mal wieder nach Stommeln gefahren. Ich war dort vor vielen Jahren schon einmal und fand es recht niedlich. An den Rundgang durch den Ort schloss sich ein gemütlicher Spaziergang nach Pulheim an – Stommeln ist ein Ortsteil dieser  Stadt im Rhein-Erft-Kreis. Das Kölner Zentrum ist etwa 15 km entfernt.

Der Bahnhof in Stommeln ist ein gutes Indiz dafür, was den Besucher hier erwartet. Nichts spektakuläres, aber ein nettes Dorf mit gut erhaltenen älteren Häusern:

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Ein paar Meter weiter ist eine Musikschule in dieses schöne Haus eingezogen.

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In der Gegend wohnt dieses scheue Kätzchen:

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Die hübschen alten Häuser sind oft sehr liebevoll dekoriert:

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An der Hauptstraße befinden sich auch viele schön hergerichtete Häuser.

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Neu St. Martinus (der ältere Namensvetter befindet sich westlich des Bahnhofs):

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Das hintere Gebäude ist die Synagoge aus dem Jahr 1882, die 1937 an einen Landwirt verkauft wurde, der sie als Abstellraum nutzte. Deswegen wurde sie nicht – wie die meisten anderen Synagogen Deutschlands – verbrannt.

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Spaziergang von Wesseling über Berzdorf bis Brühl (NRW)

Es kommen noch ein, zwei Artikel aus Spanien, aber jetzt nehme ich Euch erstmal mit zu einem kleinen Ausflug ein paar Kilometer südlich von Köln. Ich bin vorgestern mit der Bahn nach Wesseling gefahren, das als Industriestandort nicht den besten Ruf hat. Hier in der Gegend versenkte Shell hunderte von Tonnen Benzin im Boden, immer wieder brennt, explodiert und stinkt es, und überhaupt ist der Anblick der Anlagen kein Genuss.

Trotzdem mag ich Wesseling, weil es einen dorfartigen Charakter hat und viele alte Häuschen sehr hübsch zurecht gemacht sind. Und es liegt direkt am Rhein. Diesmal wollte ich mich aber nicht lange am Rhein aufhalten, sondern bald über Wesseling Berzdorf nach Brühl wandern. Ich hatte die Strecke nicht richtig ausgearbeitet, aber in Wesseling entdeckte ich ein Schild, dass es nur 6 km bis Brühl seien, das schien also eher ein Spaziergang, denn eine Wanderung. Aber manchmal kommt es anders als man denkt.

In Wesseling Mitte ausgestiegen und unterwegs Richtung Rhein kommt man bald zu diesem kleinen Platz mit Brunnen, auf dem zwei Figuren an einem Schiff herum zerren… Auf der anderen Seite stehen einige schöne alte Häuser, aber hier wird renoviert, das lud nicht zum Fotografieren ein.

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Ich ging nicht zum Rhein, sondern durch die Römerstraße, weil hier einige ältere Wohnhäuser stehen, die mir gut gefallen:

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Von hier ist es nicht weit zum Platz am Rheinforum. Das Gebäude rechts ist das Hotel am Rhein, hinter uns ein weiteres weißes Gebäude, in dem Radio Erft untergebracht ist.

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Überall kann man durch kleine Gassen zum Rhein hinunter gehen und da sieht es dann so aus:

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Ich ging aber wieder eine der Treppen hinauf, denn ich wollte ja nach Brühl gehen. Aber erstmal musste ich ein Brötchen essen und traf dabei diese nette Dame (oder ist es ein Herr?):

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In Wesseling gibt es hübsche und nicht so hübsche Ecken. Aber sehr oft guckt man zwischen Wohnhäusern durch und auf die riesigen Industrie-Anlagen:

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Manche Bewohner verzieren ihre Gärten und Häuser äußerst liebevoll:

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Die evangelische Apostelnkirche und Kunst auf dem Kreisverkehr:

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Nachdem ich auf der wenig schönen Hauptstraße Mühlenweg erst die Bahngleise und dann die Autobahn 555 unterquert hatte, konnte ich von der Straße abgehen und lief durch den Park “Entenfang” Richtung Berzdorf. Dieser Park ist sehr schön gestaltet, mit zwei großen Spielplätzen, einem Fußballplatz und einer Skater-Anlage .

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Und weil er direkt neben landwirtschaftlich genutzten Flächen liegt, wirkt er sehr groß.

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In Berzdorf befindet sich dann noch ein kleiner See. Ich ging aber in die andere Richtung, an diesem Bildstock vorbei.

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Japan-Tag am 15. Oktober 2011 in Düsseldorf

Kindergruppe auf dem Japan-Tag 2010, Foto: © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH
Kindergruppe auf dem Japan-Tag 2010, Foto: © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH

Am 15. Oktober 2011 ist in Düsseldorf Japan-Tag. Asien ist modern, das ist klar. Aber anders als das China-Jahr, das im kommenden Jahr in Köln stattfindet und hauptsächlich wirtschaftlichen Interessen dient, hat Düsseldorf einen guten Grund für diese Feier: Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt beheimatet die drittgrößte japanische Gemeinde in Europa nach London und Paris.

Auf der Hauptbühne treten an diesem Tag rund 400 Künstler auf, zusätzlich geben 40 Info- und Demonstrationsständen Einblicke in die fernöstliche Kultur: Besucher können sich in Origami und Kalligrafie üben, Samurai präsentieren Rüstungen und Langwaffen, es werden Kimono-Anproben und Ikebana-Vorführungen veranstaltet und dazu schlemmen die Besucher japanische Spezialitäten wie Sushi und Sake-Wein. Musikalische Gäste sind die Gruppe “Music & Rhythms”, die mit ihrer Show auch schon in Korea, Afrika, der Mongolei und Saudi-Arabien auf Tour waren sowie Kana und Miu.

Feuerwerk beim letzten Japan-Tag, Foto: © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH
Feuerwerk beim letzten Japan-Tag, Foto: © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH

Ein weiterer Höhepunkt ist das große japanische Abschluss-Feuerwerk.

Vielleicht wollt ihr aber auch gleich das ganze Wochenende in Düsseldorf verbringen? Das ist z. B. dann sinnvoll, wenn ihr Fans der japanischen Künstlerin Halko Momoi seid, die schon am Freitag Abend auf der großen Bühne am Burgplatz auftreten wird. Aber auch sonst hat Düsseldorf natürlich genug zu bieten: eine schöne Altstadt direkt am Rhein, eine tolle Promenade am Fluss, den Aqua-Zoo, den Fernsehturm, viele Theater, Museen, Kinos und noch einiges mehr!

Hotel buchen über Expedia:

Soest und Soester Bördetag am 14. und 15. Mai 2011

Soest ist immer einen Ausflug wert, finde ich. Das Hansestädtchen mit seiner über 1000jährigen Geschichte konnte nämlich viel aus seiner Vergangenheit erhalten: Fachwerkhäuser, Kirchen, Stadtvillen, Wassermühlen und was man sonst noch alles gern anschaut. Schmale Gassen, kleine Parks – manchmal wirkt die Altstadt, die von einer fast kompletten Stadtmauer umgeben ist, geradezu verwunschen.

Vielleicht ist der Soester Bördetag, der an zwei Tagen stattfindet, nämlich am 14. und 15. Mai 2011, ein Anlass, diese schnuckelige Stadt einmal anzusehen? “Hobby, Freizeit, Sammelfieber” steht als Thema im Mittelpunkt des traditionellen Stadtfestes. Viele Soester Bürger und Gruppen präsentieren ihre Lieblingsfreizeit-Beschäftigungen. Bühnenprogramme, Informationsstände, Ausstellungen, Mitmachenaktionen, Kinderprogramm, Vorträge und nicht zuletzt reichhaltige kulinarische Angebote unterhalten dann wieder Soester und Angereiste.

Auch 2011 freier Eintritt mit der Ruhr.Topcard

Ruhr.Topcard 2011
Ruhr.Topcard 2011

Auch im Jahr 20100 wird wieder die Ruhr.Topcard erhältlich sein, die ihrem Besitzer einmalig freien Eintritt zu über 90 Freizeiteinrichtungen wie Zoos, Spaßbädern, Museen und vielem mehr verschafft. Das gilt nicht nur für das Ruhrgebiet, auch im Umland sind einige Einrichtungen vertreten.

Die Ruhr.Topcard kostet 47,90 Euro für Erwachsene und 32,90 Euro für Kinder der Geburtsjahre 2006 – 1997. ADAC-Mitglieder erhalten die Karte für 43,00 Euro.

Neu im Programm sind in diesem Jahr der AQUApark Oberhausen, das Zeiss Planetarium Bochum, das Neanderthal Museum in Mettmann sowie der Grugapark Essen. Bereits alte Bekannte sind der Panorama-Park Sauerland Wildpark, der Zoo Duisburg, das LEGOLAND® Discovery Centre Duisburg und viele mehr. Auf dem Biggesee, dem Hennesee, dem Kemnader See, dem Sorpesee und einigen anderen Gewässern darf man umsonst mitfahren. Auch dabei sind die Zeche Zollverein, viele LVR- und LWL-Museen, das Deutsches Bergbau-Museum Bochum und etliche andere Museen, auch am Niederrhein, zum Beispiel das LWL-Römermuseum. Wer im ersten Quartal 2011 den Gelsenkirchener Zoo ZOOM besuchen möchte, erhält ebenfalls freien Eintritt mit der Karte.

Inhaber der Ruhr.Topcard erhalten das ganze Jahr über, so oft sie wollen, 50 % Ermäßigung für den Movie Park Germany, das Fort Fun Abenteuerland im Sauerland und Kernie’s Familienpark im Wunderland Kalkar.

Die Ruhr.Topcards können online unter http://www.ruhrtopcard.de gekauft werden oder aber an zahlreichen Vorverkaufsstellen; viele davon sind die teilnehmenden Einrichtungen. Alle werden auf der Website aufgelistet, ebenso wie alle Orte, an denen Topcard-Besitzer freien oder ermäßigten Eintritt haben.

Ausflugstipp Hattingen: Wunderschöne Stadt im Ruhrgebiet mit Weihnachtsmarkt im Winter und viel Flair im Sommer

Rathaus und Kirche St. Georg im Hintergrund
Rathaus und Kirche St. Georg im Hintergrund

Direkt an der Ruhr liegt die kleine Stadt Hattingen, die eigentlich ganz oben auf der Bekanntheitsskala stehen sollte, weil sie so hübsch ist. Was mir besonders gut gefallen hat, ist ihre Lebendigkeit. Denn natürlich gibt es überall hübsche kleine Städte, die jedoch nur dann belebt sind, wenn Touristen sie besuchen. An den Wochentagen dagegen wirken sie fast wie ausgestorben.

In Hattingen kann davon keine Rede sein: Schon morgens wimmeln die Bürger durch ihr Städtchen und bei schönem Wetter – darauf müssen wir jetzt leider erstmal warten – sitzen sie den ganzen Tag draußen in Cafés und Biergärten, ziehen zum Shoppen durch die Fußgängerzone und sorgen dafür, dass die Touristengruppen kaum auffallen.

Hattingen ist bereits über 750 Jahre alt, hat etwa 55.000 Einwohner und liegt im Ennepe-Ruhr-Kreis. Der historische Kern ist außergewöhnlich gut erhalten, noch fast 150 mittelalterliche Fachwerkhäuser können besichtigt werden. Natürlich muss man unbedingt das alte Rathaus gesehen haben und die Sankt-Georgs-Kirche mit ihrem schiefen Turm.

Die Eisenmännder des Bildhauers Zbigniew Fraczkiewicz
Die Eisenmännder des Bildhauers Zbigniew Fraczkiewicz

Aber auch modernes gibt es zu sehen, z. B. die Eisenmänner in der Nähe des Busbahnhofs. Der polnische Bildhauer Zbigniew Fraczkiewicz schuf 1996 viele dieser Skultpuren, die auf dem Geländer der Friedrichshütte standen. Drei Skulpturen blieben in der Stadt und zieren die Wiese vor der Stadtmauer an der Martin-Luther-Straße/Ecke Langenberger Straße. “Aus Alt macht Neu” dachte der Ettlinger Künstler Voré und erschuf ein neues Stadttor am Steinhagenplatz. Zwei weitere moderne Stadttore wurden an anderen Stellen der ehemaligen Stadtmauer errichtet.

Im Moment darf natürlich auch in Hattingen ein Weihnachtsmarkt nicht fehlen – vom 1. Dezember 2010 an wird Frau Holle täglich um 17 Uhr ein Türchen Rathaus öffnen, das zum Riesen-Adventskalender umfunktioniert wurde. Die ganze restliche Innenstadt ist bereits jetzt ein großer Weihnachtsmarkt: das St.-Georgs-Viertel, der Platz vor dem Rathaus, das Krämersdorf – überall präsentieren stimmungsvoll erleuchtete Stände Leckereien, Kunsthandwerk und mögliche Weihnachtsgeschenke.

Weihnachtsmarkt, Foto: U. Kestler, Pressebüro Stadt Hattingen
Weihnachtsmarkt, Foto: U. Kestler, Pressebüro Stadt Hattingen

Wer vom mittelalterlichen Städtchen die Nase voll hat, findet in der Umgebung viele Ausflugsziele. An der Ruhr entlang kann man gut spazieren gehen und Radeln. Die Henrichshütte als Teil des Westfälischen Industriemuseums zählt mit drei Rundwegen und dem 50.000 Quadratmetern großen Gelände zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Stadtteil Blankenstein mit der Ruine der gleichnamigen Burg und die Überreste der Isenburg bieten sich für Besichtigungen an.

Haus Kemnade ist ein hübsches Wasserschloss mit Café und mehreren Ausstellungen. Derzeit präsentiert die Sparkasse Bochum eine Sammlung von Spardosen aus den letzten Jahrhunderten, außerdem sind etwa 1800 Instrumente aus der Musikinstrumentensammlung Grumpt zu sehen sowie Exponate aus der Ostasiatika-Sammlung Ehrich.

Von hier aus führt ein Spaziergang zum Kemnader See, einem Ruhrstausee. Sport wird auf und um das Gewässer groß geschrieben: das Freizeitbad Heveney, das StrandDeck Kemnade, eine Beachvolleyballhalle, ein Golfplatz, ein Segelhafen, Angelvereine und ein inoffizieller Treffpunkt von Flugdrachenliebhabern sind hier zu finden. Skater und Radfahrer finden auch gute Möglichkeiten für ihr Sport. Drei Passagierrouten wurden auf dem See angelegt.

Natürlich kann man von hier aus auch gut die größeren Ruhrgebietsstädte Bochum, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen besuchen, die alle weniger als 50 Kilometer entfernt sind.

Wer im Sommer unterwegs ist, möchte vielleicht im Zelt oder Wohnwagen übernachten, zu dem Thema finden ihr hier meinen Artikel über den Campingplatz Hattingen:
http://reiseausflug.blog-haus.net/2010/10/campingplatz-hattingen-zwischen-naturidylle-und-industrie/