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Aachen: Köstlich japanisch essen in der Miyabi Sushi Bar

Die Miyabi Sushi Bar in Aachen
Die Miyabi Sushi Bar in Aachen

Eigentlich fiel uns die Miyabi Sushi Bar nur auf, weil es gerade ein Sonderangebot gab, bei dem man diverse Hauptgerichte für die Hälfte des regulären Preises bekommen konnte. Und natürlich, weil mir alle japanischen Restaurants auffallen, schließlich ist Sushi mein Lieblingsessen!

So wanderten wir also mittags wieder zur Großkölnstraße 71 zurück und betraten die kleine Bar. Sie ist mit allen möglichen Dekorationsartikeln geschmückt, die teilweise schön und teilweise auch recht kitschig sind. Wir entschieden uns nicht für das Sonderangebot sondern für ein dreigängiges Menü für 11,90 EUR und bekamen erst eine Miso Wan Suppe. Miso-Suppe kennen die Sushi-Fans sicher, diese beinhaltete zusätzlich einige Fisch-Stückchen. Danach gab es einen sehr leckeren Salat mit Sojasprossen, Möhren, Fisch und noch einigen anderen Leckereien mit Miyabi-Sauce, die nach Sesam schmeckt und nichts mit europäischen Salatsaucen gemein hat. Anschließend wurde uns Sushi kredenzt – sehr sehr lecker, auch wenn es dem Aussehen nach nicht von einem echten Sushi-Meister gemacht war. Aber der Fisch war superzart und zerging geradezu auf der Zunge.

Fazit: Sehr gut und auch noch günstig!

Aachen: Der Dom

Der Aachener Dom vom Münsterplatz aus
Der Aachener Dom vom Münsterplatz aus

Wenn man aus Köln kommt, dann lässt man sich von einem anderen Dom nicht so leicht beeindrucken. Auf die Frage der netten Buchhändlerin im Buchladen beim Aachener Dom, welcher uns denn besser gefiele, wussten wir auch keine Antwort. Außer, dass jeder auf seine Weise schön ist. Die Aachenerin hatte eben erst den Kölner Dom von innen besichtigt und war von seiner Größe beeindruckt, fand ihn aber so kalt. Ihr “eigener” sei gemütlicher. Das sehe ich auch so. Der Kölner Dom ist “aus einem Guss”, sehr groß und sehr erhaben. Aber der Aachener Dom, der hat auch was!

Erst einmal sieht man bald, dass seine Teile aus verschiedenen Zeiten stammen. Die ältesten Bauten stammen aus dem 8. Jahrhundert und wurden von Karl dem Großen in Auftrag gegeben. Das Oktogon in der Mitte ist der Teil, der mich am meisten beeindruckt hat. Es war die Kapelle der Kaiserpfalz und mehrere Jahrhunderte lang das größte Kuppelgebäude nördlich der Alpen. Es ist ein achteckiger Raum mit einer Galerie, die mit Säulen geschmückt ist. Einige dieser Säulen stammen aus Rom, andere (laut Wikipedia) aus St. Gereon in Köln. Im Dach der Kuppel befindet sich ein Mosaik aus den Jahren 1880/81 nach Entwürfen des belgischen Architekten Jean-Baptiste de Béthune.

Der Domhof
Der Domhof

Obwohl dieses Mosaik herrlich ist, haben mich persönlich die anderen Mosaiken sowohl im unteren Umgang als auch im oberen Stockwerk begeistert. Diese sind aus gold-glänzendem Material und in Blau und Schwarz gehalten und erinnern mich an maurische Kunst: Eher selten sind Vögel, ein Segelschiff oder Pflanzen zu sehen – meistens sind es Muster und Formen, die die Decken schmücken. Leider finde ich nirgendwo Angaben, inwiefern dieser Schmuck der ursprünglichen Ausschmückung des Oktogons entspricht, das ja immerhin auch nach byzantinischen Vorbildern entstand. Angebracht wurde es, ebenso wie die Marmorverkleidung, nach Entwürfen von Hermann Schaper aus Hannover und ausgeführt von der Glasmosaikgesellschaft Puhl & Wagner in Rixdorf (Berlin). Auf voll ausgeleuchteten Fotos sehen diese Mosaiken nicht halb so schön aus wie im geheimnisvollen Halbdunkel der Kirche.

Weitere Gebäudeteile sind der gotische Chor aus dem 14. und 15. Jahrhundert und mehrere Seitenkapellen, von denen die letzte 1767 umgebaut wurde.

Gerade diese verschiedenen Baustile machen von außen das Besondere des Aachener Doms aus, wie ich finde. Vor dem Eingang befindet sich ein herrlicher alter Hof von uralten Häusern umgeben, hier kann man gemütlich sitzen und nach dem Halbdunkel im Inneren die Sonne genießen.