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Spaziergang von Stommeln nach Pulheim

Letztes Wochenende bin ich mal wieder nach Stommeln gefahren. Ich war dort vor vielen Jahren schon einmal und fand es recht niedlich. An den Rundgang durch den Ort schloss sich ein gemütlicher Spaziergang nach Pulheim an – Stommeln ist ein Ortsteil dieser  Stadt im Rhein-Erft-Kreis. Das Kölner Zentrum ist etwa 15 km entfernt.

Der Bahnhof in Stommeln ist ein gutes Indiz dafür, was den Besucher hier erwartet. Nichts spektakuläres, aber ein nettes Dorf mit gut erhaltenen älteren Häusern:

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Ein paar Meter weiter ist eine Musikschule in dieses schöne Haus eingezogen.

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In der Gegend wohnt dieses scheue Kätzchen:

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Die hübschen alten Häuser sind oft sehr liebevoll dekoriert:

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An der Hauptstraße befinden sich auch viele schön hergerichtete Häuser.

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Neu St. Martinus (der ältere Namensvetter befindet sich westlich des Bahnhofs):

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Das hintere Gebäude ist die Synagoge aus dem Jahr 1882, die 1937 an einen Landwirt verkauft wurde, der sie als Abstellraum nutzte. Deswegen wurde sie nicht – wie die meisten anderen Synagogen Deutschlands – verbrannt.

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Ich hab noch nie so viele Bauernhöfe gesehen wie in Stommeln. Die meisten sind eher klein und werden inzwischen von allen möglichen Gewerben genutzt, als Reisebüro oder Weingeschäft z. B. Dieser Hof befindet sich direkt am Marktplatz, man kann hineingehen, um Waren einzukaufen und zwei Esel und einige Schweine ansehen, die hier wohnen.

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Auf diesem Bild sehr Ihr typische Häuser aus der Region und rechts hinter den Häusern die Spitze der Stommeler Windmühle. Die habe ich mir natürlich auch aus der Nähe angesehen.

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Zwischen den Häusern befinden sich oft schmale Pfade, dieser hier führt bergauf und dort wollte ich hin, um die Mühle aus der Nähe zu betrachten. Rechts und links sind Gärten, der eine ein richtiger Bauerngarten mit Gemüse, Hühnern und allerhand Plunder, der dort abgelegt war.

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Ein Beispiel für die gelungene Integration alter Fronten (oder nur alter Ziegelsteine?) in ein modernes Gebäude.

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Und hier ist die Mühle. Sie wurde 1864 fertig gebaut und war die dritte Mühle an diesem Standort. Ihre Vorgänger stammten aus den Jahren 1503 und 1704. In den 1930er Jahren wurde sie umgerüstet von einer Mühle mit Segeltuchflügeln zu einer selteneren Art mit Aluminiumblechen auf Holzträgern, man nennt sie Bilau-Flügel. Sie wird heute normalerweise nicht mehr benutzt und befindet sich in Privatbesitz.

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Ein paar Meter weiter befindet sich der alte jüdische Friedhof mit 25 Grabsteinen. Er wurde während der NS-Zeit verwüstet, aber in den 1960er Jahren wiederhergestellt.

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Mein Spaziergang führte mich ganz in den Norden Stommelns, auf einen Hügel hinauf. Hier hat man einen schönen Blick auf die umliegende Landschaft.

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Etliche Tiere habe ich auch gesehen, z. B. diesen Raubvogel (vermutlich ein Mäusebussard?):

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Diese Schafe, die auch mich sehr genau musterten:

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Es war ein kühler Wintertag, deswegen wurde ich nicht von diesen gefährlichen Tieren angefallen – uff, nochmal Glück gehabt!

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Nochmal Cat Content…

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Dies ist jetzt eher im Osten Stommelns:

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Solche Wolkenformationen sieht man hier in der Gegend sicherlich oft – in der Region wird Kohle abgebaut, und die wird in Kohlekraftwerken gleich weiter verarbeitet.

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Sonst wird viel Landwirtschaft betrieben, ich spazierte an riesigen Erdbeerfeldern entlang.

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Leider bin ich falsch herum gegangen und konnte mich an einer Straßenunterführung auf diese Weise von Stommeln verabschieden. Kommt man aus der Richtung Pulheim, wird man bunt begrüßt:

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Winterbäume und Winteracker…

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Und Abendstimmung um 14 Uhr (Winter ist nicht so meins, aber das Foto ist ja trotzdem hübsch):

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In Pulheim wurde ich von einem ganz neu gestalteten Park begrüßt, der noch ein bisschen wachsen muss, jedenfalls die Bäume und Sträucher, der mir aber schon richtig gut gefällt:

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Viele Sitzmöbel bieten Platz zum Spielen, Abhängen, Picknicken und Sonnen (ja, jetzt nicht, ich weiß). Das Gelände nennt sich Nordpark und wurde im Rahmen der Regionale 2010 geschaffen. In den nächsten beiden Jahrzehnten soll der Park ausgeweitet werden. Unten seht Ihr Skulpturen, die alle aus unterschiedlichen Hölzern sind – leider steht nicht dran, welches. Man kann aber sehr gut sehen, wie stark sie sich von einander unterscheiden:

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Mein Weg durch Pulheim bis zum Bahnhof war dann wenig aufsehenerregend, daher nur noch ein Foto von dieser niedlichen Kapelle. Und falls Euch die Stommel-Bilder gefallen haben: Es wird in den nächsten Tagen noch Nachschub geben – ich habe noch viele weitere Fotos gemacht, die ich Euch gerne auch zeige.

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