London – Teil 2 – The London Eye, das Riesenrad

Eine unserer ersten Aktionen war der Besuch des London Eye, des Riesenrads am Themse-Ufer. Man erreicht es am besten durch die U-Bahn-Stationen Westminster oder Waterloo. Verfehlen kann man es eigentlich nicht, denn mit einer Höhe von 135 Metern ist es gut zu sehen.

Das Londoner Riesenrad The London Eye
Das Londoner Riesenrad The London Eye
Ich hatte ein bisschen Sorge, weil ich unter Höhenangst leide und bei normalen Riesenrädern schnell in Panik gerate, vor allem, wenn es schaukelt. Die Gondeln des London Eye sind jedoch fest ans Rad montiert, da schwankt gar nichts. Es ruckelt auch nicht beim Anhalten, denn einmal in Betrieb hält das Rad nicht an. Es bewegt sich so langsam, dass die Zeit unten ausreicht, um alle Gäste aussteigen und die nächsten einsteigen zu lassen. Eine ganze Umdrehung dauert etwa 30 Minuten.

Aber beginnen wir am Anfang. Man kann die Eintrittskarten online oder an der Tourist Information vorher buchen, das empfiehlt sich, wenn man am Wochenende oder in der Ferienzeit fahren will. Vorab gebuchte Tickets sind manchmal auch billiger. Vor 11 Uhr ist es noch relativ leer und unter der Woche ebenfalls. Im Juli und August muss jedoch immer recht viel los sein. Wir waren Ende März am Freitag Morgen um kurz nach 10 Uhr am Ticketschalter, da war die Wartezeit sehr kurz. Wir haben den regulären Preis von 18,90 £ für mich und 15 £ für meinen Vater (Senior) bezahlt. Ich empfehle übrigens unbedingt die Anschaffung des 1 £ teuren 360° mini guide, das ist eine faltbare runde Karte, die einem zeigt, welche Gebäude man vom London Eye aus sieht.

Vor der Fahrt mit dem Riesenrad kann man noch kostenlos die 4-D-Experience mitmachen. Vor einem Green Screen ist es möglich, ein Foto aufnehmen zu lassen, das aussieht, als sei man bereits in der London-Eye-Gondel. Danach muss man etwas warten, bis man Einlass ins 3-D-Kino bekommt. Dort wird ein sehr werbewirksamer Film über ein kleines Mädchen gezeigt, das mit seinem Vater London besucht, dort auf eine Möwe aufmerksam wird, und dann setzt der 3-D-Effekt ein und man fliegt mit der Möwe über London. Die vierte Dimension bilden Windstöße, die man beim Flug erlebt, Gerüche, wenn man nach Chinatown kommt, kleine Wassertropfen, wenn Blütenblätter und andere Dinge herunterfallen usw. Sehr schön gemacht und unbedingt empfehlenswert, vor allem wenn man noch nie einen 3- oder 4-D-Film gesehen hat.

Danach geht es hinaus. Man hat die Möglichkeit teurere Tickets zu buchen, bei denen man die Warteschlange umgehen kann. Da es aber sehr leer war, kamen wir auch mit der normalen Eintrittskarte sofort an die Reihe. Die Taschen werden grob durchsucht und man wird gefragt, ob man spitze Gegenstände, Alkohol oder explosive Substanzen bei sich hat. Kinderwagen müssen zusammengefaltet werden, nicht klappbare Kinderwagen und große Gepäckstücke dürfen nicht mit an Bord.

Wenn es leer ist, wie bei uns, werden nur wenig Personen pro Gondel eingelassen, bei uns waren es, glaube ich, sechs. Da hat man viel Platz, hin und her zu gehen, Fotos zu machen und alles zu bewundern. Mindestens drei Personen kommen in eine Gondel. Zu Stoßzeiten sind es bis zu 28 Gästen. Kein Wunder, denn 3,5 Millionen Besucher genießen den Ausblick auf London vom London Eye aus pro Jahr.

Ja, was soll ich sagen – die Fahrt war wunderschön, wir hatten gutes Wetter, wenn auch etwas diesig. Bei klarem Wetter kann man bis zu 40 Kilometer weit gucken. Aber auch so gibt es so viel zu sehen! Eine Stadt mit 8 Millionen Einwohnern hat einiges zu bieten und ich konnte mich gar nicht sattsehen.

Man kann übrigens das London Eye auch nutzen, um Kindergeburtstage oder sogar Hochzeiten zu feiern, Weinproben zu machen oder Firmenfeiern zu bereichern.

One thought on “London – Teil 2 – The London Eye, das Riesenrad

  1. Wirklich klasse Bilder, die Bilder vom London Eye die ich bisher auf diversen Foto-Seiten gefunden hatte haben nicht mal ansatzweise das Detailreichtum. Ich mein jetzt nicht dass es keine anderen Bilder gibt, allerdings sieht man hier wenigstens mal was aus der nähe…wie es drin ist und nicht nur von der Ferne =)

    Naja, wenn ich Glück habe darf ich bald auch mal das London Eye betreten, wird aber wohl noch ein bisschen dauern :(

    Gruß,
    Henry

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